HL. MARCELLIN CHAMPAGNAT

„Jedes Mal, wenn ich einem Kind begegne, verspüre ich den Herzenswunsch, ihm zu sagen, wie sehr es von Gott geliebt wird.“ – Hl. Marcellin Champagnat (1789 – 1840)

Icone Champagnat - Notre-Dame de l'Hermitage 2025 - Bicentenario

Als Marcellin Champagnat am 18. April 1999 heiliggesprochen wurde, wurde ein Pionier der christlichen Erziehung auf die Ehre der Altäre erhoben und von der Kirche offiziell nicht nur den Maristenschulbrüdern, sondern auch ganz besonders allen im Bereich der christlichen Erziehung Tätigen als Vorbild hingestellt. 

Dieses Ereignis bedeutete auch eine gewaltige Herausforderung für alle, die auf seinen Fußspuren wanden, seien es Ordensbrüder oder Laien. Nun heißt es, mutig neue Wege in die Zukunft zu beschreiten, damit dieses von ihm geschaffene große Werk, verbreitet in über 70 Ländern der Erde, weiterlebt und reiche Früchte für Kirche und Gesellschaft bringt.

Das Leben von Marcellin Champagnat war nicht immer einfach und sein Weg bis zur Ordensgründung sehr ereignisreich. Wir laden Sie ein, hier seine Biografie zu studieren oder über einen kurzen Film in das Leben von Marcellin Champagnat einzutauchen.

Das Leben von Marcellin Champagnat

Marcellin Champagnat wurde 1789 in dem Weiler Le Rosey, südwestlich von Lyon, geboren. Die Wogen der ausbrechenden Revolution schwappten hinein bis in die Familie Champagnat, da sein Vater als führender Kommunalbeamter im Dienst des neuen Regimes tätig war. Sein Weg zum Priestertum war zunächst äußerst schwierig, da er schmerzliche Erfahrungen mit dem damals sehr unzureichenden Schulwesen machte. Diese Erfahrungen waren es auch, die den Priesterkandidaten im Priesterseminar in Lyon, gepaart mit einem besonderen Gespür für die spezifischen pastoralen Nöte der nach revolutionärer Zeit und seiner besonderen katechetischen Begabung, veranlassten, ein besonderes Werk, das sich ganz der christlichen Erziehung der Jugend widmen sollte, zu gründen.

So legt er als junger Kaplan 1817 in einem kleinen Gebirgsdorf den Grundstein für die neue Gemeinschaft der „Brüder Mariens“. Schnell wird dieses Werk nach Überwindung einiger Rückschläge zu einem riesigen Erfolg. Die Zahl der Brüder steigt und steigt. Und dennoch kann Marcellin nur einem Teil der Anfragen nachkommen. Die Pfarrer zahlreicher Gemeinden bestürmen ihn mit dem Verlangen, seine Brüder in ihre Pfarreien zu senden und Volksschulen zu übernehmen. Dies nämlich war das erklärte Ziel Marcellins: Er wollte mit seinen „Kleinen Brüdern Mariens“ nur auf dem Land tätig sein, um sich besonders den armen Kindern zu widmen, im Unterschied zu den schon lange tätigen christlichen Schulbrüdern. Kennzeichen seiner Gemeinschaft sollten Marienverehrung, Einfachheit und Familiensinn sein.

Aufgerieben von der unermüdlichen Tätigkeit als Seelsorger und Verwalter des rasch aufblühenden Werks starb er am 6. Juni 1840 im Alter von 51 Jahren in dem von ihm errichteten Mutterhaus L’Hermitage bei Saint-Chamond. Seine 248 Brüder waren damals schon in 48 Schulen tätig.

Der heilige Marcellin, Baumeister

Wir laden Sie abschließend herzlich ein, an einer Meditation und Bildbetrachtung über den heiligen Marcellin, den Baumeister, teilzunehmen

Der heilige Marcellin, der Baumeister

Eine Meditation und Bildbetrachtung